Icon Zitate Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller
 (* 30.12.1819 in Neuruppin - † 20.9.1898 in Berlin)


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A

  1. Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede gl├╝ckliche Ehe zu widerlegen scheint.
  2. Alle Gen├╝sse sind schlie├člich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den gr├Â├čten Genu├č. Nur das Unwirkliche macht den Wert aus und ist eigentlich das einzig Reale.
  3. Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben, aber f├╝r das Neue sollen wir eigentlich leben.
  4. Alles im Leben hat seinen Preis; auch die Dinge, von denen man sich einbildet, man kriegt sie geschenkt.
  5. Alles regelt sich nach dem Gesetz des Gegensatzes, das zugleich ein Gesetz des Ausgleichs ist.
  6. Autodidakten ├╝bertreiben immer.

B

  1. B├╝cher haben Ehrgef├╝hl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zur├╝ck.

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C

  1. Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.

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D

  1. Das Gl├╝ck besteht darin, da├č man da steht, wo man seiner Natur nach hingeh├Ârt, selbst die Tugend- und Moralfrage verbla├čt daneben.
  2. Das Leben hat mich gelehrt, da├č alles auf die Menschen ankommt, nicht auf die sogenannten Verh├Ąltnisse.
  3. Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen.
  4. Das Parteileben verdirbt den Verstand. Alle versimpeln und nehmen den Sturm in ihrem Glase Wasser als Taifun.
  5. Die Kunst der Lebensf├╝hrung besteht bekanntlich darin, mit gerade so viel Dampf zu fahren, wie gerade da ist.
  6. Die Lebenskunst besteht darin, sein Pulver nicht unn├╝tz und nicht in jedem Augenblick zu verschie├čen.
  7. Die Liebe lebt von liebensw├╝rdigen Kleinigkeiten.
  8. Die meisten Menschen bringen so das ganze Leben hin, da├č sie sich von Pfingsten nach Weihnachten und von Weihnachten nach Pfingsten sehnen.
  9. Die Natur ist st├Ąrker als die Vors├Ątze.
  10. Die Welt ist einmal, wie sie ist, und die Dinge verlaufen nicht, wie wir sie wollen, sondern wie die anderen wollen.

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E

  1. Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
  2. Ein liebend Auge ist ein milder Richter.
  3. Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit einer Perle, die er darin findet, bezahlen zu k├Ânnen.
  4. Eine Frau, die nicht r├Ątselhaft ist, ist keine.
  5. Erst der Ernst macht den Mann, erst der Flei├č das Genie.

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G

  1. Gaben, wer h├Ątte sie nicht? Erst der Ernst macht den Mann, erst der Flei├č das Genie.
  2. Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.
  3. Geizh├Ąlse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entz├╝cken ihrer Erben.
  4. Gott, was ist Gl├╝ck! Eine Grie├čsuppe, eine Schlafstelle und keine k├Ârperlichen Schmerzen, das ist schon viel.
  5. Gute Z├Ąhne sind mindestens so viel wert wie das Assesorexamen.

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H

  1. Haltet die B├Âsen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt h├Ąngt davon ab.
  2. Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.

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I

  1. Ich habe da, wo mein Herz spricht, nicht das Bed├╝rfnis zu einem Engel zu sprechen. Mich bedr├╝cken Vollkommenheiten. M├Ąngel, die ich menschlich begreife sind mir sympathisch, selbst dann, wenn ich unter ihnen leide.
  2. Ignorieren ist noch keine Toleranz.
  3. In Aufstellung unserer Grunds├Ątze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.

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J

  1. Jedem Besiegten wird es schwer, den Grund seiner Niederlagen an der einzig richtigen Stelle, n├Ąmlich in sich selbst zu suchen.

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K

  1. Kummer, sei lahm! Sorge, sei blind! Es lebe das Geburtstagskind!

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L

  1. Lerne Denken mit dem Herzen, lerne F├╝hlen mit dem Verstand.

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M

  1. Man mu├č es so einrichten, da├č einem das Ziel entgegen kommt.
  2. Manche H├Ąhne glauben, da├č die Sonne ihretwegen aufgeht.
  3. Mit blo├čem Charakter ist auch nicht viel zu machen, oder doch h├Âchstens Feiertags, Alltags verlangt man ein bi├čchen Esprit.

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O

  1. Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenie├čbar. Daher gibt es so viele Ungenie├čbare.

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S

  1. Sei heiter und vergn├╝gt und nimm teil an der Freude der anderne. Dabei f├Ąllt auch immer etwas eigene Freude ab.

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  1. ├ťber Plagiate sollte man sich nicht ├Ąrgern. Sie sind wahrscheinlich die aufrichtigsten aller Komplimente.

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W

  1. Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel f├╝r beides zu entscheiden.
  2. Wenn man gl├╝cklich ist, soll man nicht noch gl├╝cklicher sein wollen.
  3. Wer schaffen will, mu├č fr├Âhlich sein.
  4. Wer sich den Freund erhalten will, vertraue ihm keine Geheimnisse an.
  5. Wir stecken bereits tief in der Dekadenz; das Sensationelle gilt und nur einem str├Âmt die Menge noch begeisterter zu: dem baren Unsinn.

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Z

  1. Zuh├Âren ist eine leise, aber elementare ├äu├čerung guten Benehmens.

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Tagesinfo:

Heute ist Mittwoch, der 16. Oktober 2019, der 289. Tag im Jahr, die 42. Kalenderwoche, noch 76 bis Silvester.


Namenstage:

Bertrand • Gallus • Gerhard • Hedwig • Margareta Maria


Bauernspruch:

Es streuet ├╝ber Bergesh├Âh St. Hedwig oft den ersten Schnee.