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Das Heraufziehen eines Gestirns über den Osthorizont als Folge der Erdrotation von Westen
nach Osten. In den astronomischen Jahrbüchern wird der Aufgang auf den mathematischen Horizont
bezogen, jedoch unter Berücksichtigung der Refraktion, die eine scheinbare Hebung eines Gestirns
über den Horizont bewirkt. Somit unterscheidet man auch einen „wahren“ und einen
„scheinbaren“ Aufgang. Bei dem Aufgang von Sonne und Mond wird der Zeitpunkt der
Berührung des oberen Randes der Sonnen- und Mondscheibe mit dem mathematischen Horizont angegeben.
Die Sonnenscheibe hat von kleinen Schwankungen abgesehen einen Halbmesser von 16'. Setzt man
die Refraktion am Horizont mit 34' an, so wird der Sonnenaufgang offiziell in astronomischen
Jahrbüchern für den Zeitpunkt berechnet, für den die Sonnenscheibenmitte eine Zenitdistanz
von 90°50' hat.
Beim Mond, dessen Scheibenhalbmesser s stärker schwankt, werden diese Änderungen berücksichtigt,
desgleichen die Horizontalparallaxe p. So gilt für die Berechnung des Mondaufgangs, daß die
Zenitdistanz der Mondscheibenmitte 90°34' + s - p betragen soll. Bei der Sonne wird die Parallaxe
wegen der Kleinheit vernachlässigt.
Der tatsächliche Zeitpunkt des Aufgangs hängt aber noch von der Wetterlage (Luftdruck,
Temperatur) ab, da mit ihr der exakte Betrag der Refraktion schwankt.
siehe auch:
Untergang
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