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Tag: 8. August    Feiertag seit: 1950
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Auch die Reformation hinterließ in Augsburg markante Spuren. Im Jahre 1518 reiste Martin Luther nach Augsburg, um sich im Fugger-Stadtpalast wegen seiner Thesen einem Verhör durch Kardinal Cajetan zu unterziehen. Doch Luther denkt nicht daran zu widerrufen - er flieht. 1530 wurde Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Augsburg das von Melanchton verfaßte Augsburger Bekenntnis - die Confessio Augustana - vorgelegt. Auf Grundlage dieses Manifestes kommt es im Jahre 1555 zum Augsburger Religionsfrieden, der den Protestanten erstmalig Religionsfreiheit gewährt.

Der Dreißigjährige Krieg brachte die schlimmste Notzeit über Augsburg. Die Stadt wurde sowohl von den kaiserlichen und bayerischen Truppen besetzt gehalten als auch von den Schweden. Glaubt man der Überlieferung, so gelang es zwischendurch dank der beherzten Tatkraft eines Bäckers, die anrückenden Feinde - diesmal sind es die Schweden - abzuschütteln. Der Sage nach stellte sich der „Steinerne Mann“ mit dem allerletzten Laib Brot Augsburgs auf die Stadtmauer und winkte den Belagerern zu. Diese, vom Durchhaltevermögen der Augsburger sichtlich beeindruckt, brachen daraufhin die Belagerung ab.

Die „Hauptstadt“ des Kirchenkreises ist ein herausragender Ort der protestantischen Geschichte: Martin Luther wurde 1518 in Augsburg vom päpstlichen Legaten Cajetan verhört, 1530 verlasen die protestantischen Reichsstände vor dem Reichstag das „Augsburgische Bekenntnis“. Die „confessio augustana“ wurde zu einem grundlegenden Glaubensdokument für lutherische Kirchen in der ganzen Welt. Viele tragen das „AB“ als Abkürzung im Namen. Zum Gedenken an den Westfälischen Frieden, der den 30jährigen Krieg beendete und den Protestanten die konfessionelle Gleichberechtigung sicherte, feiern die Evangelischen alljährlich das „Augsburger Friedensfest“.

1650 war die erstmalige Feier des Augsburger Friedensfestes (seit 1950 staatlicher Feiertag am 8. August) in Erinnerung an den 8. August 1629. Damals begannen die schweren Bedrückungen der Evangelischen in Augsburg. Sie gipfelten in der Sperrung und dem Abbruch von evang. Kirchen. Jeglicher evangelischer Gottesdienst, auch in Häusern oder im Freien, war verboten. 14 Jahre, von 1635 bis 1649, konnten evang. Gottesdienste nur unter freiem Himmel gefeiert werden.
Dies war nun durch den Westfälischen Frieden endgültig abgestellt. In dankbarer Freude für die 1648 festgelegte konfessionelle Parität feiern die Augsburger Christen heute in ökumenischer Gemeinschaft das Friedensfest.

 

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  • Stadt Augsburg

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