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Die Jahreszählung des islamischen Kalenders beginnt mit Mohammeds Auswanderung (der Hidjra) nach Medina am 15. oder 16. Juli 622 n.Chr im Julianischen Kalender. Welcher der beiden Tage zutrifft, ist umstritten. Jahreszahlen in dieser Zählung werden häufig durch den Zusatz „Anno Hegirae“ (Abk. A.H.) gekennzeichnet.

Für zivile Zwecke wird ein reiner, fester Mondkalender mit einem Gemeinjahr zu 354 Tagen und 12 Monaten mit abwechselnd 30 und 29 Tagen verwendet. In einem Zyklus von 30 Jahren treten 11 Schaltjahre zu 355 Tagen auf, in denen der zwölfte Monat 30 statt 29 Tage hat.
Da die 12 Monate verschiedene Schreibweisen haben, wenn sie in lateinische Buchstaben übertragen werden, finden sie folgenden eine Auswahl von 3 Schreibweisen. Die mittlere stammt aus der „Encyclopaedia of Islam“.

Monat Tage
 1.  Muharram  Muharram  Muharram 30
 2.  Safar  Safar  Safar 29
 3.  Rabi' al-awwal  Rebi al Awwal  Rabi I 30
 4.  Rabi' al-thani  Rebi al Akhir  Rabi II 29
 5.  Jumada al-awwal  Djumada l-Ula  Dschmada I 30
 6.  Jumada al-thani  Djumada l-Akhira  Dschumada II 29
 7.  Radjab  Radjab  Radschab 30
 8.  Sha'ban  Shaban  Schaban 29
 9.  Ramadan  Ramadan  Ramadan 30
10.  Shawwal  Shawwal  Schawwal 29
11.  Dhu al-Qi'dah  Dhu l-Kada  Dsul-Kada 30
12.  Dhu al-Hijjah  Dhu l-Hidja  Dsul-hidscha 29

Ein Schaltjahr ist jedes 2., 5., 7., 10., 13., 16., 18., 21., 24., 26. und 29. Jahr eines 30jährigen Zyklus. Die islamischen Schaltjahre dienen nicht wie die Schaltjahre der anderen Kalender zur Anpassung des Kalenderjahres an das Sonnenjahr, sondern zur Anpassung an den Mondmonat.

Allerdings sind zwei unterschiedliche Gliederungen des 30jährigen Zyklus im Gebrauch, die in 348 der insgesamt 360 Monate des Zyklus zu einer eintägigen Differenz im Datum führen. In jedem Fall bewegt sich der Jahresanfang des festen islamischen Kalenders in 33 Jahren durch die Jahreszeiten.

Für religiöse Zwecke wird der Monatsanfang nicht nach den Regeln des festen Kalenders, sondern anhand tatsächlicher Beobachtungen der jungen Mondsichel bestimmt. Dementsprechend beginnt nach dem religiösen Kalender der Tag mit dem Sonnenuntergang an dem Abend, der dem zivilen Tag vorausgeht.

Der islamische Kalender bezieht seinen Ursprung aus der religiösen Vorschrift des Korans, wo es in Sure 9, Vers 36 heißt:

„Die Zahl der Monate ist nach Göttlicher Vorschrift zwölf im Jahr. So ist es im Buch Allahs aufgezeichnet, seit dem Tag, an welchem er Himmel und Erde geschaffen hat. Vier von diesen Monaten sind heilig. So lehrt es die wahre Religion. ...“

„Monat“ bedeutet in diesem Zusammenhang ein Mondmonat von ca. 29,5 Tagen. Die heilige Pflicht, diese Kalendervorgabe zu befolgen, ist mit den praktischen Bedürfnissen des profanen Lebens und den Gegebenheiten des Sonnenjahres - das Sonnenjahr ist 11 Tage länger als das islamische Jahr - nur schwer in Einklang zu bringen.


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