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Der von Julius Cäsar 46 v. Chr. eingeführte Kalender, der später nach seinem Vornamen benannt wurde. Nach ihm wird in jedem 4. Jahr ein Schalttag eingeführt. Die mittlere Jahreslänge beträgt damit 365,25 Tage. Tatsächlich ist ein tropisches Jahr 365,2422 Tage lang. Dadurch entsteht innerhalb von 1000 Jahren ein Fehler von ungefähr 8 Tagen. Diese Abweichung wurde erst durch den Gregorianischen Kalender ausgemerzt. In der römischen Zeit fiel das Frühlingsäquinoktikum noch auf den 25. März. Die Jahre wurden nach der Gründung der Stadt Rom (vermutlich 753 v. Chr.) gerechnet. Der große Gewinn der Kalenderreform unter Julius Cäsar, an der auch der Mathematiker und Astronom Sosigenes aus Alexandria mitwirkte, bestand aber vor allem darin, daß er sich vom Lunisoljahr trennte und sich ausschließlich auf die Darstellung des Sonnenlaufs beschränkte.

Der Julianische Kalender benutzt ein Sonnenjahr mit zunächst 365 ganzen Tagen. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, daß das tropische Jahr um etwa einen viertel Tag länger ist als 365 Tage, wird alle vier Jahre am Ende des Monats Februar ein Schalttag eingefügt. Diese einfache Schaltregel war bereits im späten Ägypten bekannt.
Bei der Einführung des Kalenders mußte Julius Caesar zunächst mit einem außergewöhnlichen Schaltjahr mit 445 Tagen Länge für 46 v. Chr. beginnen, um die Fehler des zuvor geltenden alten römischen Kalenders auszugleichen. Das folgende Jahr 45 v. Chr. war ein gewöhnliches Schaltjahr mit 366 Tagen. Nach Caesars Tod wurde die von ihm angeordnete neue Schaltjahrregelung vorerst fehlerhaft angewandt und zuviele Schalttage eingefügt. Diese Praxis wurde erst unter der Herrschaft Augustus wieder korrigiert, und der Julianische Kalender gilt streng seit dem Jahr 8 n. Chr. Für die Jahre davor sind Datierungen um ein paar Tage unsicher, weil die Lage der Schaltjahre nicht genau bekannt ist.

In der Astronomie und zu historischen Zwecken wird der Julianische Kalender auch für ältere Epochen vor dem Jahre 46 v. Chr. verwendet, als dieser Kalender noch gar nicht definiert war und die damaligen Menschen ihr Datum darin nicht kennen konnten. Zur Kennzeichnung dieser Extrapolation wird gelegentlich vom proleptischen Julianischen Kalender gesprochen (proleptisch = vorgezogen).

 

siehe auch:
  verschiedene Jahresanfänge


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