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Hat Ihnen schon einmal jemand gezeigt, was das Cellarium eines Laienrefektoriums ist? Oder
was man sich unter einem Laubenganghaus vorzustellen hat? Vielleicht würden Sie auch gerne
auf einem Grabungsfeld miterleben, wie man an alten Mauerresten etwas über die Stadtentwicklung
ablesen kann? Oder möchten Sie erfahren, was engagierte Bürger zur Rettung eines alten Wasserturms
alles auf die Beine stellen?
Auf Fragen wie diese hält der bundesweite Tag des offenen Denkmals vielfältige
Antworten parat. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag
im September historische Bauten und Stätten,
die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von
Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen.
„Geschichte zum Anfassen“, das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl
einmaliger Weise.
In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpfleger an konkreten Beispielen über die Aufgaben
und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren
Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge
verborgen bleiben.
Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des
kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.
Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag der „European Heritage Days“,
die 1991 vom Europarat initiiert wurden. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz
die Aktionen in Deutschland.
Seit 1998 eröffnet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals
bundesweit mit einer Festveranstaltung. Die ersten Eröffnungen fanden in den neuen Bundesländern
statt. 2003 wurde die Hansestadt Lübeck ausgewählt, deren historische Altstadt 1987 in die
Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen wurde.
1999 stand der Denkmaltag erstmalig unter einem Motto. Ziel ist es, den regionalen und
lokalen Veranstaltern in jedem Jahr neue Impulse und Anregungen für den Tag des offenen
Denkmals zu geben. siehe auch: Die Mottos der vergangenen Jahre
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