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Ob an der Kneipentheke oder im Golfclub - ein Thema verbindet alle Menschen: das Wetter.
Es kennt keine Staatsgrenzen und macht auch keine Rassenunterschiede. Und ein Unwetter kann
einen Industriestaat ähnlich hart treffen wie ein Entwicklungsland. Die Meteorologen aller
Länder arbeiten deshalb seit über 50 Jahren zusammen an der Verbesserung der Wettervorhersagen
und der Erforschung des Weltklimas.
Der 23. März 1950, das Datum der Gründung der
„World Meteorological Organization (WMO)“, gilt heute als Welttag der
Meteorologie.
Damals begann eine friedliche Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Nationen dieser
Erde, die ohne Beispiel war. Man erkannte, daß nur mit aktuellen Wettermeldungen aus
allen Ländern der Erde verlässliche Wetterprognosen erstellt werden können. So konnten
auch Ideologien oder selbst Kriege den Austausch von Daten und Forschungsergebnissen nicht
verhindern. Es mutet wie ein Wunder an, daß Länder wie der Iran, Afghanistan, Russland und
die USA beim Wetter ohne Rücksicht auf die politische Großwetterlage kooperierten.
Die modernsten Hochleistungscomputer berechnen heute die Wetterentwicklung der nächsten
Tage. Die Grundlage der Prognosen bilden dabei die Messungen von über 20.000 Wetterstationen,
die im weltweiten Netzwerk der WMO zusammenfließen. Dabei ist der verläßliche Datenfluß
entscheidend: Würde zum Beispiel ein großes Land wie Frankreich oder Russland seine
Wettermeldungen nicht mehr zur Verfügung stellen, wären auch in Deutschland keine
verläßlichen Vorhersagen mehr möglich. So ist jeder Staat von der Kooperation mit den
anderen abhängig.
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